US-Zweig von OwnCloud schließt

OwnCloud, das Unternehmen hinter der gleichnamigen freien Synchronisations-Software, hat “überrascht und enttäuscht” auf die Ankündigung des ehemaligen Geschäftsführers und Technikchefs Frank Karlitschek reagiert, ein Konkurrenzunternehmen zu eröffnen. Karlitschek hatte am gestrigen Donnerstag die Gründung eines OwnCloud-Forks names Nextcloud und eines eigenen Unternehmens Nextcloud GmbH angekündigt, das Support für den Fork leisten soll.

Laut Karlitschek, der OwnCloud Ende April offenbar nach Streitigkeiten über die Strategie des Unternehmens unter anderem im Umgang mit der OwnCloud-Community verlassen hatte, soll Nextcloud ein “Drop-In-Replacement für OwnCloud” werden. OwnCloud-Kunden bietet er an, bestehende Support-Verträge mit OwnCloud zu erfüllen. Nextcloud basiert auf der aktuellen OwnCloud-Version 9.

Kreditlinie beendet

In der Stellungnahme zur Gründung von Nextcloud teilt OwnCloud mit, dass der Hauptkreditgeber der US-amerikanischen OwnCloud Inc. dem Unternehmen als Konsequenz der Nextcloud-Gründung die Kreditlinie gestrichen habe. Daher habe man nach US-Recht das Unternehmen schließen und die acht Mitarbeiter entlassen müssen. Der Betrieb der deutschen OwnCloud GmbH, bei der rund 40 Mitarbeiter angestellt sind, sei davon nicht unmittelbar betroffen.

In der Auseinandersetzung zwischen OwnCloud und NextCloud geht es auch um die Frage, wer die Community aus unabhängigen OwnCloud-Entwicklern und Nutzern vertritt. Hier spielt Frank Karlitschek als OwnCloud-Erfinder und Leiter der Entwicklung eine zentrale Rolle. OwnCloud hatte Anfang der Woche die Gründung einer Stiftung bekannt gegeben, die die OwnCloud-Community vertreten, die Weiterentwicklung der Software steuern und den Fortbestand des freien OwnCloud-Projekts sichern soll. Die OwnCloud Foundation soll weiter vorangetrieben werden.

Quelle: heise.de

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