Seht her, ich bin ein gutes Smartphone!

HTC lässt bei seinem neuen Smartphone das “One” weg, bei der Hardware wird allerdings nicht gespart – und auch bei der Software versucht der Hersteller, sich abzusetzen. Dass das reicht, um gegen die Konkurrenz zu bestehen, glauben wir nach dem Test aber nicht.

Das One ist vom Tisch, HTCs neues Topsmartphone heißt schlicht 10. Mit dem Bruch beim Namen gehen auch Neuerungen bei der Ausstattung einher: Unter anderem bei der Kamera, den Lautsprechern und der Software versucht HTC bei seinem neuen Gerät, einiges anders zu machen und damit die Aufmerksamkeit der Interessenten zu wecken. Auch das Design wurde modernisiert, ohne die vorigen Modelle aber komplett zu vergessen.

HTC bringt sein neues Topgerät als einer der letzten großen Hersteller im aktuellen Veröffentlichungszyklus auf den Markt. Entsprechend hat die Konkurrenz bereits vorgelegt, und das nicht zu knapp. Samsungs Galaxy-S7-Modelle kommen mit rasend schnell fokussierender Kamera und Optionen für Spieler, Huawei und LG setzen auf zwei Kameras. LGs G5 kann zudem noch Zusatzmodule verwenden. Wo steht also HTC mit seinem neuen 10? Kann es damit die Interessenten der Konkurrenzmodelle abwerben? Bei allen positiven Eindrücken glauben wir das nach unserem Test nicht.

Vom Design her ist das 10 eine Mischung aus dem HTC One M9 und dem HTC One A9: Das 10 hat die für seine Vorgänger typische Rundung der Rückseite, die Front hingegen sieht fast exakt aus wie beim One A9. Es gibt keine auffälligen Öffnungen für die Boomsound-Lautsprecher, am unteren Rand befindet sich ein Sensor-Homebutton, der gleichzeitig als schnell und zuverlässig arbeitender Fingerabdrucksensor arbeitet. Daneben sitzen zwei weitere Sensortasten zum Zurückgehen und für die Übersicht über die aktuell genutzten Anwendungen. Für einige Kollegen sitzen diese für die Bedienung so wichtigen Tasten aber viel zu tief, so dass sich das Smartphone nicht optimal mit einer Hand bedienen lässt.

Das Gehäuse ist wie bei HTCs vorherigen Topmodellen aus Aluminium, der Einschalter ist wie beim One A9 geriffelt und daher gut von der Lautstärkewippe zu unterscheiden. Neu und – laut HTC – ein absolut bahnbrechendes Stilmittel ist der starke Abschliff der hinteren Ränder, der tatsächlich sehr auffällig ist. Wirklich umgehauen hat er uns aber nicht, ein Kollege empfand den jetzt quasi doppelt vorhandenen Rahmen sogar als zu ungewohnt beim Halten des Smartphones. Insgesamt betrachtet liegt das 10 aber auch dank der rückseitigen Rundung gut in der Hand.

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