Passive Magnetschwebetechnik für niedrige Kosten und hohe Geschwindigkeit

Mehrere Firmen arbeiten an Elon Musks Idee vom Hyperloop. Nun hat eines der Startups eine Magnetschwebetechnik lizenziert, mit der sie ihn realisieren will. Durch sie könnte bei der sonst so teuren Infrastruktur für Magnetschwebetechnik gespart werden.

Eines der Startups, das an der Realisierung von Elon Musks Hyperloop arbeitet, – Hyperloop Transportation Technologies (HTT) – hat eine neue Magnetschwebetechnik lizenziert. Das berichtet The Verge. Gegenüber der üblichen Magnetschwebetechnik (MagLev) soll die neue Technik laut HTT eine kostengünstigere und sicherere Alternative sein. Sie wird von HTT als “passive Magnetschwebetechnik” bezeichnet.

Günstige Infrastruktur

Die passive Magnetschwebetechnik benötige beispielsweise keine teure Infrastruktur wie Stromtrassen, die entlang einer Strecke bei der herkömmlichen Magnetschwebetechnik im Einsatz sein müssen. Wie Bibop Gresta, der leitende Geschäftsführer von HTT, gegenüber The Verge und USA Today erklärte, könnten so die Baukosten gering gehalten werden. Außerdem wäre das System auch noch funktionsfähig, wenn es einen Stromausfall gibt.

Bei der passiven Magnetschwebetechnik werden nicht bestromte Drahtschlaufen innerhalb der Strecke platziert, Raum-Temperatur-Dauermagnete (als Halbach Array) und Batterien werden in den Kapseln eingebaut. Auf diese Weise können die Kapseln im Hyperloop schweben und an Geschwindigkeit gewinnen. Über den Bremsvorgang sollen die Batterien an Bord auch wieder aufgeladen werden.Die zugrundeliegende Technik der passiven Magnetschwebetechnik wurde von Forschern des Lawrence Berkeley National Laboratory unter der Leitung des Physikers Richard F. Post im Jahr 1998 vorgestellt. Post nannte das System Inductrack.

Hohe Reisegeschwindigkeit

Mit der Technik will das Unternehmen auch die von Elon Musk versprochene hohe Reisegeschwindigkeit von etwa 750 mph (1200 Kilometer pro Stunde) des Hyperloops realisieren. Eine Fahrt von Los Angeles nach San Francisco könnte durch den Hyperloop in etwa 30 Minuten zu schaffen sein.

 

Quelle: heise.de

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