Musik-Labels machen Streamrippern den Prozess

In den Fokus gerät zunächst der Streamripper Youtube-mp3.org – einer der typischen Streamripping-Dienste, die es möglich machen, Youtube-Videos in MP3-Dateien umzuwandeln. Das wiederum ermöglicht die unbegrenzte Vervielfältigung und Nutzung eines Musikstückes – ganz zum Ärgernis der Labels. Nach Eingabe einer Youtube-URL extrahiert mp3.org, die Tonspur des Videos in ein MP3-Format und bietet diese zum Download an.

Die Musikindustrie fordert die Herausgabe der Webadresse und den Stopp der Urheberrechtsverletzung. Laut Klage soll die Plattform Youtube-mp3.org eine der meist besuchten Seiten der Welt sein und mehr als zehn Millionen User sowie 60 Millionen Unique User pro Monat haben. Sie soll darüber hinaus allein für 40 Prozent der illegalen Streamripping-Aktivitäten verantwortlich sein.

Gemeinsam gegen Streamripping-Dienste

Um Streamrippern wie mp3.org endlich einen Strich durch die Rechnung zu machen, bildete die Musikindustrie eine Allianz, die gemeinsam vor dem Bundesgericht in Kalifornien gegen den Anbieter auftritt. Teil dieses Zusammenschlusses sind die Verbände IFPI (International Federation of the Phonographic Industry), RIAA (Recording Industry Association of America), BPI (British Phonographic Industry) und Musikkonzerne und Labels wie UMG Recordings, Capitol Records, Warner Bros, Sony Music, Arista Records, Atlantic Records und andere.

In der online zugänglichen Klageschrift heißt es, dass diese Dienste zur größten Bedrohung für die Musikbranche geworden sind. Um einen entscheidenden Schlag zu landen, richtete sich die Klage direkt gegen mp3.org, den größten Anbieter auf dem Markt. Mitte September dieses Jahres stellte die deutsche Musikindustrie bereits fest, dass der Schaden durch Streamripping-Dienste höher sei als der Schaden durch illegale Downloads.

Deutscher Bundesverband bereits gescheitert

Direkt Stellung genommen hat die deutsche Firma PMD Technologie UG, die hinter Youtube-mp3.org steht, noch nicht, aber es wäre nicht das erste Mal, dass sie ins Kreuzfeuer geraten. 2013 scheiterte bereits der deutsche Bundesverband Musikindustrie an dem Streamripper. Gerichtlich sollte durchgesetzt werden, dass Zahlungsdienstleister nicht mehr mit ihnen zusammenarbeiten dürfen, sodass keine Werbeeinnahmen mehr möglich gewesen wären. Letztendlich unterzeichnete der Beklagte entsprechende Unterlassungserklärungen und habe sich verpflichtet, einzelne Musikstücke nicht zu vervielfältigen oder zugänglich zu machen.

Quelle: giga.de

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