IPv6: Einige taugen, etliche versagen

IPv6 ist längst nicht mehr exotisch: hat es am Wochenende schon mal 20 Prozent Verkehrsanteil, weil immer mehr Internetprovider das modernere Protokoll aufschalten. Wer es optimal nutzen will, muss beim Routerkauf aufpassen.

Mit IPv6 kommt die ursprüngliche Freiheit des Internet zurück: Prinzipiell wird jeder Rechner direkt erreichbar. So kann man nicht nur ohne große Klimmzüge etwa dem Schwiegervater per Remote Desktop zur Hand gehen, sondern auch von außen erreichbare Cloud-Dienste im eigenen LAN betreiben.

Leider stellte sich beim Test gängiger Router für Heimanwender heraus, dass einige Hersteller bei der Umsetzung geschlampt haben: Mal funktionierten Geräte erst gar nicht am VDSL-Netz der Telekom, das wegen seiner Verbreitung hierzulande als Quasi-Standard gelten darf. Mal fehlten feinstufige Einstellungen, um IPv6-Freigaben für besagte Fernhilfe einzurichten, sodass wir den Weg von außen gleich ins ganze (W)LAN freigeben mussten.

Auch Fritzbox bleibt nicht makellos

Selbst beim Branchenprimus fand c’t noch das eine oder andere Haar in der Suppe. So können Fritzboxen zwar IPv6-Subnetze an nachgeschaltete Router delegieren, aber sie öffnen ihre Firewall nicht für die Subnetze. Dadurch bleiben Hosts im IPv6-Subnetz von außen unerreichbar – ein über zwei Jahre altes Problem. Auch andere Router produzierten solche Nicht-Auffindbarkeiten. Wie die einzelnen Geräte abgeschnitten haben, lesen Sie im Praxistest IPv6-Kupplungen.

Jede Menge Informationen zum Zukunftsprotokoll hat c’t im IPv6-Schwerpunkt in der aktuellen Ausgabe 10/16 zusammengetragen. Darin bekommen Firmen-Admins Tipps zur Strukturierung großer Netze (Flankierende Maßnahmen) und erfahren, wie man das Domain Name System (DNS) einspannt, um sich die LAN-Verwaltung zu erleichtern (Namenstag im LAN). In einer FAQ beantwortet die Redaktion außerdem die häufigsten Fragen rund um iPv6.

die Quelle: heise.de

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