Huawei Mate 9: Riesen-Smartphone mit großen Hoffnungen

Auch die Grafikleistung hat kräftig zugelegt, bisher ein Schwachpunkt der Kirin-SoCs. Erstmals kommt im Kirin 960 ARMs Mali-G71-GPU mit neuer Bifrost-Architektur zum Einsatz. Zusammen mit verbesserter Vulkan-Unterstützung sollen sich die Performance im Schnitt verdoppelt haben und nun vor der Grafikeinheit im Snapdragon 821 liegen.

An den Eckdaten des Displays hat sich im Vergleich zum Mate 8 nur wenig getan. Es misst weiterhin knapp 6 Zoll (14,9 Zentimeter) und zeigt 1920 × 1080 Pixel. Das entspricht einer Pixeldichte von “nur” 373 dpi, hier bietet die Konkurrenz in der Regel mehr. Neu sind die bessere Dimmbarkeit und ein ins System integrierter Nachtmodus.

Ansonsten stecken im Gerät 4 GByte Arbeitsspeicher und 64 GByte interner Flash-Speicher, die sich mit MicroSDXC-Karte erweitern lassen. Das Phablet wiegt 190 Gramm und misst 156,9 × 78,9 × 7,9 Millimeter.

Schärfere Doppel-Kamera mit Leica-Unterstützung

Die vom Huawei P9 bekannte Dual-Kamera auf der Rückseite wurde verbessert, der monochrome Kamera-Sensor nimmt nun 20 Megapixel auf, der Farbsensor bleibt bei 12 Megapixeln. Die Technik soll einen verlustfreien Vierfach-Zoom und einen nachträglich veränderbaren Fokuspunkt ermöglichen. Ein verbesserter Autofokus soll für schärfere Bilder und kürzere Auslösezeiten sorgen. Erstmals ermöglicht Huawei auch die Aufnahme von 4K-Videos.

Der Akku ist wie schon bei den Vorgänger 4000 mAh groß, soll nun aber mit proprietärer Ladetechnik schneller und effizienter laden. Bis zu 4,5 A bei 5 V Spannung schickt die “Supercharge”-Technik in den Akku. Sie soll dennoch deutlich kühler sein als Quickcharge 3.0 von Qualcomm und auch gegen Ende des Ladevorgangs noch vergleichsweise schnell sein. In 90 Minuten ist der Energiespeicher laut Hersteller voll. Angeschlossen wird das Gerät über eine USB-Typ-C-Buchse, die aber Daten nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit überträgt.

Länger Pokémon Go spielen

Huawei verspricht trotz gleicher Akkukapazität 10 Prozent längere Laufzeiten. Unter anderem soll ein i6-genannter Sensorchip eine energiesparendere Lokalisierung ermöglichen. Besonders akku-fressende Spiele wie Pokémon Go sollen davon profitieren. Huawei verspricht eine etwa doppelte somlange Spielzeit. Entwickler müssen den energiesparenden Modus allerdings eigens ansprechen.

Das LTE-Modem beherrscht 20 Bänder und kann per Carrier Aggregation theoretisch bis zu 600 MBit/s an Daten empfangen. Optional gibt es auch eine Dual-SIM-Version. Zudem unterstützt das Mate 9 schnelles ac-WLAN und Bluetooth 4.2; ein NFC-Chip soll drahtloses Bezahlen ermöglichen. Über seine zwei Lautsprecher gibt das Mate 9 Stereo-Sound aus, ein Kopfhöreranschluss ist vorhanden.

Wasserdicht wird das Mate 9 nicht sein, soll aber mir einer wasserabweisend beschichteten Platine weniger empfindlich auf eindringende Flüssigkeit reagieren. Auf der Rückseite befindet sich ein Fingerabdruckscanner, der Wischgesten unterstützen soll und unter anderem zum Auslösen der Kamera genutzt werden kann.

Auf dem Gerät läuft Android 7.0 mit einer stark veränderten Oberfläche. Die EMUI 5.0 will Huawei aber im Vergleich zum Vorgänger zumindest entschlackt haben. So sollen maximal drei Schritte zur gewünschten Aktion nötig sein. Das Huawei Mate 9 soll ab 15. November europaweit ab 700 Euro in Grau und Silber erhältlich sein.

Quelle: heise.de

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