Asus Zenbo: Großäugiger Roboter als Helfer und Smart-Home-Zentrale

Auf der Computex hat Asus mit dem Zenbo einen Roboter vorgestellt, der Familien zuhause helfen soll. Der mobile Assistent verbindet dafür verschiedene Funktionen von Smartphones und des Smart Home.

Asus will mit einem auf der Computex vorgestellten Haushaltshelfer eine neue Gerätekategorie etablieren und Roboter in jeden Haushalt bringen. Der Asus Zenbo soll mit seinen verschiedenen Funktionen allen Familienmitgliedern unter die Arme greifen und dabei noch Spaß machen, erklärte Asus-Chef Jonney Shih in Taipeh. Besonders geeignet sei er für die Unterstützung älterer Menschen, als Spielgefährte von Kindern, als Haushaltshilfe und als Steuerungszentrale für das Smart Home. Entwickler sollen mit Hilfe des SDK außerdem neue Funktionen hinzufügen.

Haushaltshelfer mit Kindchenschema

Der Zenbo besteht aus einem kugelförmigen Fahrgestell und einem daran angebrachten, runden “Kopf” mit Display, das ein großäugiges Gesicht zeigt und beweglich ist. Nutzer sollen mit ihm per Sprachbefehl interagieren, wie Asus in einem Werbevideo vorführt. Der Roboter selbst äußert sich per Computerstimme und erinnert dann zum Beispiel an anstehende Termine, liest vor, ermöglicht Videoanrufe, steuert auf Zuruf smarte Haushaltsgeräte, fotografiert seine Umgebung und kann als mobile Überwachungskamera eingesetzt werden. Das Helferlein soll 599 US-Dollar kosten; wann es auf den Markt kommt, hat Asus noch nicht bekannt gegeben.

Zenbo soll alten Menschen von sich aus helfen, etwa durch Erinnerungen an die Medikamenteneinnahme. Außerdem soll er in der Wohnung nach Notfällen Ausschau halten und dann vorher ausgesuchte Familienmitglieder informieren. Die können ihn dann aus der Ferne steuern und nach dem Rechten schauen. Kindern soll Zenbo Lieder vorspielen und Gute-Nacht-Geschichten vorlesen können. Im Haus soll sich Zenbo mit der Beleuchtung, dem Fernseher, der Klima-Anlage und anderen Geräten verbinden und diese auf Zuruf steuern. Mit seiner eingebauten Kamera und dank seiner Beweglichkeit könne er sich außerdem als Chronist betätigen und Fotos schießen.

Technische Details noch offen

Vor allem mit seinem Display und dem darauf angezeigten Gesicht, das verschiedene Emotionen ausdrücken kann, soll Zenbo bei Konsumenten offenbar punkten. Aber auch die Menge an Funktionen, mit denen beispielsweise Amazons Echo nicht mithalten kann, unterschieden Zenbo von klassischen Smart-Home-Zentralen. Technische Details, etwa zur Laufzeit und zum Stromverbrauch, aber auch zum Schutz der vielen zwangsläufig gesammelten Daten, gibt es aber noch nicht. Erst sie werden zeigen, ob Zenbo wirklich zum Roboter für jeden Haushalt taugt.

Quelle: heise.de

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