AMDs Grafik-Roadmap

AMDs nächste GPU-Generation Vega soll im ersten Halbjahr 2017 erscheinen. Bis dahin steht Nvidia im Highend in Hinblick auf die 3D-Leistung offenbar konkurrenzlos da.

AMD will seine nächste GPU-Generation “Vega” im ersten Halbjahr des kommenden Jahres 2017 herausbringen. Dies geht aus der aktuellen Investoren-Präsentation hervor (PDF). Vega richtet sich laut AMD an den Enthusiasten-Markt; also jener Zielgruppe, die besonders hohe 3D-Leistung verlangt – etwa für 4K-Gaming, VR-Anwendungen oder zum Realisieren besonders hoher Bildraten in 3D-Programmen. Das Unternehmen hält damit am gesetzten Kurs fest, auch wenn man Vega bisher im ersten Quartal und nicht Halbjahr 2017 verortete.

Vega = HBM 2 + 3D-Leistung für 4K und VR

Vega-Grafikchips will AMD mit High Bandwidth Memory 2 ausstatten, wodurch Grafikkarten mit bis zu 32 GByte Videospeicher und einer Transferrate von bis zu 1 TByte/s möglich sind. Dabei soll es zwei Vega-GPUs geben: einen besonders leistungsfähigen Vega 10 und einen abgespeckten Vega 11. Die schnellsten Vega-Grafikkarten treten dann in Konkurrenz zu Nvidias Pascal-Karten mit GP102-Grafikchips. Derzeit bietet Nvidia nur die 1300 Euro teure Titan X mit GP102-GPU an, gerechnet wird aber künftig zumindest mit einer “bezahlbaren” Variante, die möglicherweise unter der Bezeichnung GeForce GTX 1080 Ti läuft. Frühestens im Jahr 2018 plant AMD dann den Vega-Nachfolger Navi zu veröffentlichen, während bei Nvidia Volta auf dem Plan steht.

Nvidia bis dahin im High-End konkurrenzlos

Bis Vega-Grafikkarten erscheinen, steht Nvidia im Leistungsbereich ab GeForce GTX 1080 quasi konkurrenzlos da. AMDs derzeit schnellste Single-GPU-Grafikkarte Radeon R9 Fury X hat lediglich 4 GByte Speicher, was für manche Spiele in hoher Auflösung und maximaler Detailstufe bereits nicht mehr ausreicht – beispielsweise beim neuen Action-Rollenspiel Deus Ex: Mankind Divided. Die fehlende Konkurrenz erlaubt es Nvidia im High-End-Bereich, seine hohen Preise relativ konstant zu halten.

AMD erobert Marktanteile zurück

Allerdings musste Nvidia im zweiten Quartal Federn lassen und verbuchte laut Jon Peddie Research einen Desktop-GPU-Absatzrückgang um 30 Prozent. AMD konnte bei Grafikkarten-GPUs dagegen sogar ein wenig zulegen und steigerte seinen Marktanteil auf 30 Prozent. Im dritten Quartal können sich die Anteile aber noch signifikant verschieben, denn hinein fallen dann die AMD-Grafikkarten der neuen Polaris-Generation Radeon RX 460, RX 470 und RX 480 sowie Nvidias GeForce GTX 1070 und GTX 1060.

Quelle: heise.de

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