AMD: Benchmarks von Ryzen und Ryzen-Mobil-CPUs

AMD hat auf der Computex erste Benchmarks der kommenden High-End-Desktop-Prozessoren Ryzen Threadripper gezeigt. Ein Prototyp mit 16 Kernen, 32 Threads und vier DDR4-Speicherkanälen renderte mit Blender das Bild eines Ryzen-Prozessors in 13 Sekunden. Zum Vergleich: Der Achtkerner Ryzen 7 1800X benötigte im c’t-Labor für die gleiche Aufgabe 27 Sekunden. Taktfrequenzen für Threadripper nannte AMD ebenso wie die Thermal Design Power (TDP) nicht. Das Benchmark-Ergebnis deutet aber auf einen ähnlichen Takt wie der des Ryzen 7 1800X (3,6 GHz) hin.

Zudem gab AMD bekannt, dass Threadripper 64 PCIe-Lanes bereitstellt – genug für mehrere Grafikkarten und schnelle PCIe-SSDs. Folglich demonstrierte der CPU-Hersteller auch eine Renderszene mit Blender, die von einem Threadripper-System mit vier Vega-GPUs berechnet wurde. Einen genauen Starttermin für die neuen High-End-CPUs blieb AMD schuldig. Auf der Computex haben wir Hinweise erhalten, die auf Ende Juli hindeuten. Erste Boards mit X399-Chipsatz und der riesigen SP3-Fassung gibt es bereits zu sehen.

Auf Nachfrage erklärte AMD, dass der X399- identisch mit dem X370-Chipsatz der Ryzen-Prozessoren für die AM4-Plattform ist. Die Bezeichnung sei bewusst unterschiedlich gewählt worden, damit die Käufer erkennen, dass es sich bei Ryzen Threadripper um eine andere Plattform handelt. Zudem werden die kommenden High-End-Prozessoren nicht Ryzen 9 heißen, sondern unter der eigenständigen Bezeichnung Ryzen Threadripper verkauft.

Ryzen Mobile für Notebooks

Zwar zeigen einige Hersteller auf der Computex schon Notebooks mit Ryzen-Prozessor. Dabei handelt es sich aber um Desktop-Varianten der CPUs. Consumergeräte mit den Ryzen-Mobilchips (Raven Ridge), die neben vier Zen-Kernen auch eine Vega-Grafikeinheit enthalten, sollen in der zweiten Jahreshälfte in den Handel kommen. Bei Business-Geräten dauert es noch etwas länger bis Anfang 2018.

Im Vergleich zu den derzeit aktuellen AMD-Kombiprozessoren der siebten Generation der Serie A soll Ryzen Mobile 50 Prozent mehr CPU- und 40 Prozent mehr GPU-Leistung bieten und dabei 50 Prozent weniger Energie schlucken. Das soll kompakte 2-in-1-Geräte und flache Notebooks sowie lange Laufzeiten ermöglichen. Einen Notebook-Prototypen präsentierte AMD ebenso wie den Ryzen-Mobilprozessor an sich.

Starttermine für Vega-Grafikkarten

Schließlich gab AMD noch die Starttermine für die Profi- und Consumervarianten der Vega-Grafikkarten bekannt. Die Radeon Vega Frontier Edition mit 16 GByte HBM2-Speicher für High Performance Computing und Visualisierung erscheint am 27. Juni. Die Gaming-Karten der Serie Radeon RX Vega zur Computergrafik-Messe Siggraph (30.7. bis 3.8.). Zwei dieser Grafikkarten stellten den 3D-Shooter Prey in 4K-Auflösung und der Detailstufe Ultra flüssig dar.

Quelle: heise.de

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